Geschichte

Heinrich Schmidt
Heinrich Schmidt

Die Schreinerei Schmidt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Gründung erfolgte am 1. Mai 1889 durch den damals 20jährigen Wilhelm Schmidt in Reiskirchen. Ein Jahr später zog Wilhelm Schmidt auf das schwiegerelterliche Anwesen nach Steindorf. 1908 wurde ein Neubau der Werkstatt notwendig, da sich das Unternehmen vergrößerte.

In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg erlernte sein Sohn Heinrich das Schreinerhandwerk. Er fertigte 1921 als Gesellenstück einen Kleiderschrank, der sich noch heute im Familienbesitz befindet. Am 17. Mai 1929 erwarb er den Meisterbrief der Handwerkskammer Koblenz. Als 1942 der Gründer Wilhelm Schmidt verstarb, führte Heinrich das väterliche Unternehmen fort. 1927 wurde sein Sohn Kurt geboren, der 1941 eine Lehre in der Schreinerei des Karl Munzig in der Güllgasse in Wetzlar antrat.

Am Tage der Gesellenprüfung musste Kurt zum Reichsarbeitsdienst einrücken. Zu dieser Zeit war sein Vater Heinrich als Pionier in Duisburg mit der Beseitigung von Kriegsschäden beschäftigt. Die Schreinerei lag brach.

Ende 1945 war für Heinrich Schmidt der Krieg vorbei. Er kam aus Dänemark zurück, wo er interniert gewesen war.

Kurt Schmidt
Kurt Schmidt

Sein erster Gang führte in die Wertstatt. Er konnte feststellen, dass die Holzvorräte, welche er im Herbst 1944 mit seinem Sohn sorgfältig verwahrt hatte, noch an Ort und Stelle waren, sein Startkapital. Die Bandsäge lief wieder.

Am 31. Dezember 1949 kehrt Kurt aus der Gefangenschaft zurück. Im Januar 1950 nimmt er die Arbeit im elterlichen Betrieb auf. 1963 legte er die Meisterprüfung ab und übernahm zum 1. Januar 1964 den väterlichen Betrieb. Im November des gleichen Jahrs erweiterte Kurt die Werkstatt und später das Lager.

1968 ging Heinrich Schmidt in Rente – zur Ruhe setzte er sich nicht. Die Schreinerei Schmidt ohne Opa Heinrich – niemand konnte sich das vorstellen, bis er am 31. Juli 1988 verstarb.

1970 beginnt der heutige Inhaber Joachim Schmidt seine Lehre im elterlichen Betrieb und fertigt drei Jahre später eine Anrichte als Gesellenstück. Schon neun Jahre nach dem Beginn der Lehre legt er die Meisterprüfung ab.

Seit 1990 fürt er das Unternehmen nun in der vierten Generation.

Joachim Schmidt
Joachim Schmidt